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Bauchnabelpiercing

 

Bauchnabelpiercing

Das Bauchnabel-Piercing ist ein Bodypiercing und wird bevorzugt in die Hautfalte, die den Nabel umgibt überwiegend oberhalb, oder auch unterhalb des Nabels gestochen und sitzt vertikal. Es kann auch radial um den Bauchnabel gestochen werden, allerdings ist diese Art des Piercings anfälliger für Komplikationen. Sport, diverse Bewegungen wie Laufen und Bücken, Kleidung an denen es reiben, drücken oder hängen bleiben kann, erschweren den Heilungsprozeß.

Das Standard Bauchnabelpiercing ist eine gebogene Banane bzw. Bananabell mit 2 Kugeln. Meistens ist nur die größere der beiden mit einem Kristall besetzt.
Als Erst-Piercingschmuck wir standantmäßig ein Bananabell mit 1,6 mm Stärke und 10 mm Abstand zwischen den Kugeln eingesetzt. Sollte vom Stab zu viel zu sehen sein, sollte eine 8 mm Piercing-Bauchnabel-Banane eingesetzt werden.12 mm Piercing-Bananen werden oftmals nur verwendet, wenn zu weit gestochen wurde.
Das Bauchnabelpiercing gehört wie das Zungenpiercing zu den am beliebtesten Piercings bei Frauen.
Wenn ein Navel-Shield mit dem Bauchnabelpiercing kombiniert wird, sollte die Piercingbanane nicht zu viel Spielraum haben, damit der Aufsatz gut anliegt. Für den Ersteinsatz sind Piercings aus Titan am besten geeignet. Anstelle einer Bauchnabelpiercing-Banane können auch Piercingringe oder eine Body-Spirale jeder Art für das Bauchnabelpiercing genutzt werden, jedoch nicht kleiner als 8mm Innendurchmesser, eher 10mm oder mehr.
Der Bauchnabel bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Plazierung von Piercingschmuck. So wurden Piercings quer durch den Nabel, ober- und unterhalb des Nabels und verschiedenste andere Variationen entwickelt. Nabel ist aber nicht gleich Nabel, und je nach individueller Ausprägung eignet sich ein Nabel mehr oder weniger zum Piercen. Oft ist der Nabel nicht so tief, der Bauchansatz etwas kräftiger oder der Nabel an sich nicht symmetrisch in der Form. An dieser Stelle ist es die Aufgabe des Piercers, je nach Nabel für den Kunden die beste Lösung zu finden und zu entscheiden, welche Plazierung den höchsten Tragekomfort bietet. Ist der Nabel zu tief, sollte der Bauchnabelschmuck nicht bis in den Boden des Nabels eingesetzt werden, da dies einen zu langen und zu tiefen Stichkanal bedeuten würde. Die Folge daraus wäre eine überlange Abheilzeit oder aber eine Verheilung ist erst gar nicht möglich. Oftmals ist ein späteres Tragen eines Piercings mit Glitzerstein nicht mehr möglich, weil dieser in dem zu tief gepiercten Nabel verschwinden würde. Wenn am Nabel zu wenig Haut vorhanden ist, kann die Spannung im Gewebe so groß sein, daß das Piercing schon während der Verheilung wandert und aus der Haut austritt. Zuviel Gewebe am Nabel bedeutet einen ständigen Druck auf die frisch gepiercte Stelle, so daß die Wunde kaum verheilen kann, weil die Belastung durch die ständige Reizung des Piercings zu groß ist. Der nun beschriebene Piercingvorgang bezieht sich auf das normale senkrechte Nabelpiercing am oberen Nabelrand. Zuerst wird die Haut an der zu piercenden Stelle desinfiziert, danach wird mit einem hautverträglichen Markierungsstift die ausgewählte Stelle am oberen Rand des Bauchnabels im Stehen angezeichnet. Der innen liegende Punkt sollte in derselben Senkrechten liegen wie der oberhalb markierte Punkt, damit das Piercing nicht schräg eingesetzt wird. Das Stechen selbst sollte im Liegen gemacht werden, weil so das Einsetzen einfacher ist und mögliche Kreislaufproblemen vorbeugt. Nun werden die benötigten Instrumente vorbereitet, wobei darauf zu achten ist, daß nur sterile Materialien mit der Haut in Kontakt kommen. Die Haut wird nun mit Hilfe einer Piercingzange oder Piercingklemme fixiert und ein wenig angehoben. Durch die Öffnung der Zange wird die Haut anschließend durchstochen. Dabei wird nur ein kurzanhaltender leichter Schmerz gespürt. Sobald die Nadel entfernt wurde, wird durch den verbleibenden Schlauch der Piercingschmuck eingesetzt. Nach dem Einsatz des Schmuckstücks wird die Stelle mit einem sterilen Pflaster abgedeckt, um in den nächsten Stunden Verunreinigungen der Wunde zu vermeiden. Die Abheilzeit beim Bauchnabelpiercing ist sehr schwer vorauszusagen, da sie unter anderem auch abhängig von der Belastung im Alltag ist. Bei Menschen, die den ganzen Tag sitzen und somit ständig Druck auf die Wunde ausüben, wird die Heilung langwieriger sein als bei denen, die die Wunde belastungsfrei halten. Reibt ein Hosenbund ständig auf der frischen Wunde oder auch nur am Piercing, wirkt sich dies auch nicht gerade Vorteilhaft aus. Ist euer Piercing erstmal verheilt, können verschiedenste Schmuckvariationen eingesetzt werden um mit eurem Nabel so richtig glänzen zu können. Wer in der Disco besonders auffallen möchte, kann eine UV- Kugel an das Bananabell drehen, die dann im Schwarzlicht leuchtet. Diese UV-Kugeln gibt es in allen möglichen Farben
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Möglicher Schmuck für das Bauchnabelpiercing: Ball Clusure Ring (BCR), Piercingbanane (Bananabell), Circular Barbell, Curved Barbell, Navel-Shield, Body-Spirale

Pflege und Heilung beim Bauchnabelpiercing

Verwendet 2 bis 3 Tage vor und nach dem piercen keine Blutverdünnenden Mittel wie z.B. Aspirin. Der Piercingstab sollte nicht zu lang ausgewählt werden, damit ihr damit nicht irgendwo hängenbleibt. Im schlimmsten Fall kann der Schmuck dabei herausgerissen werden. Ein zu kurzes Piercing kann durch den Druck eures Gewebes anschwellen und eine Infektion zur Folge haben. Falls ihr, wie es eher die Ausnahme ist mit einem Piercingring gepierct seid, solltet ihr darauf achten, das der Piercing-Ring gerade bleibt. Ein Ball Closure Ring ist für den Ersteinsatz nicht sinnvoll. Bei einem Nabelpiercing ist es wie bei allen Piercingarten für eine gute Wundheilung wichtig, das ihr streng auf die richtige Pflege und Sauberkeit achtet. Alle Piercings sind in der Wundheilphase eine offene Wunde und deshalb ein Angriffspunkt für Bakterien und auch Viren. Deshalb wascht euch erst gründlich die Hände, beträufelt ein Wattestäbchen mit euerm Wunddesinfektionsmittel und befreit euer Piercing damit sehr vorsichtig von Sekreten und Krusten. Danach könnt ihr vorsichtig euren Piercingschmuck drehen bzw. schieben und deckt den Schmuck dann mit einem Pflaster, oder noch besser einer Kompresse ab. Damit vermeidet ihr, dass Schmutz oder jegliche Pflegemittel wie z.B. Cremes an den Stichkanal gelangen und ihr bei ständigen Bewegungen und durch Reibung an der Kleidung nicht ständig euer Piercing reizt. Die Reinigung reicht zwei bis dreimal täglich völlig aus, öfter ist es für die Wundheilung nicht förderlich. Das Pflaster solltet ihr über Tags mit sauberen Händen mehrmals auswechseln. Bei einer übermäßigen Reinigung, Pflege und ständiger Reizung kann es zu Blutvergiftungen, neurologischen Beeinträchtigungen und selten auch zum Herauswachsen des Piercings kommen. Leichte Rötungen und Schwellungen gehören zum Abheilungsprozess. Kein Schwimmbad, Sauna oder Solarium und keine enge Kleidung, Gürtel und schon garkeine großen Gürtelschnallen tragen. Je sachgemäßer ihr mit euerm Bauchnabelpiercing umgeht, desto besser und schneller wird die Heilung abgeschlossen. Eitrige Absonderungen, Juckreiz, erwärmte Hautstellen, extreme Rötungen, sowie übermäßige Schwellungen bedeuten eine Infektion. Da der Infektionsherd in der Haut eingeschlossen werden kann, solltet ihr den Schmuck wenn sich Eiter gebildet hat nicht enfernen. Eine Infektion muß umgehend behandelt werden, indem ihr z.B. heiße Kompressen mit sauberen Handtüchern oder Verbandstüchern auflegt. Jod oder Salben aus der Apotheke könnt ihr vor dem schlafen gehen vorsichtig mit sauberen Händen auf das Piercing auftragen. (Wenn keine Allergie dagegen besteht) Deckt die Wunde danach unbedingt wieder um Reibung zu vermeiden mit einem Pflaster ab. Zwar ist es auch hilfreich wenn etwas Luft an die Wunde kommt, doch ihr solltet das Pflaster nur ablassen, während ihr ohne Bewegungen die das Piercing reizen auf dem Rücken liegt und das Piercing dabei nicht durch Kleidung oder ähnliches bedeckt wird. Bevor ihr wieder aufsteht, sollte es wieder mit einem frischen Pflaster verdeckt werden. Wenn euer Piercing Probleme bereitet, empfiehlt sich das Einsetzen von eimem Bauchnabel-Stab aus PTFE. Dieser ist allergieneutral, weich und beweglich. Den Schmuck dürft ihr wärhend der ersten 6 Monate nicht herausnehmen, weil es nicht immer möglich ist, ohne eine Entzündung hervorzurufen, das Piercing wieder einzusetzen. Das kann im schlimmsten Fall bedeuten, das ihr die Stelle neu piercen lassen müsst. Auch nach der abgeschlossenen Wundheilung solltet ihr ausschließlich speziellen Piercingschmuck verwenden. Die Heilung eines Bauchnabel-Piercing kann wegen der Reize denen es ständig ausgesetzt ist, zwei bis sechs Monate und in Einzelfällen sogar über ein Jahr dauern. Denn jedes Fusselstück der Kleidung kann eine Entzündung hervorrufen. Die Nabelpiercing-Lust kann daher schnell in eine Frust umschlagen. Daher, auch wenn es nicht so schön aussieht und ihr nicht so schnell, mit euerm neuen Bauchnabelpiercing glänzen könnt, ist doch ein Pflaster mit dem ihr es vorsichtshalber noch eine Weile abdeckt sehr ratsam. Ich persönlich finde es besser, ein Bauchnabelpiercing nicht gerade im Sommer stechen zu lassen, denn dann läßt es sich immer vermeiden, daß Sonnenschutzcreme, auch wenn ihr einen großen Bereich des Nabels ausgelassen habt, durch Schwitzen hineinläuft. Ein Sonnenbad in Chlorwasser ist ja auch nicht gerade sinnvoll während der Wundheilung. Daher mein Rat: Laßt euch euer gewünschtes Bauchnabelpiercing lieber nach dem schönen Badewetter in der kälteren Jahreszeit stechen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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